Verbesserung des Benutzerzugangs durch Einhaltung von WCAG 2.1
IFM Bonn: Barrierefreiheitstests für eine inklusive Forschungsplattform

Projekt
Barrierefreiheitsprüfung für die Website des IFM Bonn
Zeitleiste
Jan. 2021
Zielgruppe
Forscher, Studenten und Fachkräfte, die auf Ressourcen von Mittelstandsunternehmen zugreifen
Standort
Deutschland
Industrie
Akademische Forschung / Mittelständische Unternehmen
Übersicht
Diese Fallstudie dokumentiert den Barrierefreiheitstest von www.ifm-bonn.org, der Website des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn, der im Rahmen eines Kurses zur Mensch-Computer-Interaktion durchgeführt wurde. Das Projekt zielte darauf ab, die Einhaltung der WCAG 2.1 zu bewerten, Barrieren für Nutzer mit Behinderungen zu identifizieren und konkrete Verbesserungen vorzuschlagen, um die Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit zu erhöhen.
Durch eine Kombination aus automatisierten Tools und manueller Analyse hat unser Team Erkenntnisse gewonnen, um Navigation, Lesbarkeit und Kompatibilität zu verbessern. Die Evaluierung konzentrierte sich auf Kernbereiche: die Startseite, die Navigation, die Inhaltsstruktur, die Suchfunktion und die Barrierefreiheit von Medien.
Meine Rolle
UX-Researcher, Tester für Barrierefreiheit, Interaction Designer, Reporter
Kompetenzen
UX-Research, Barrierefreiheitstests, WCAG 2.1 Analyse, Qualitative Datenanalyse, Design-Empfehlungen
Tools
25 %
Verbesserung der visuellen Barrierefreiheit
40%
Verbesserung der Navigationsklarheit
+15 %
Kompatibilität mit unterstützenden Technologien
Problem
Trotz seines klaren Designs und der zweisprachigen Inhalte wies die Website des IFM Bonn mehrere Barrierefreiheitsmängel auf, die die Inklusivität einschränkten. Barrieren wie fehlende Alternativtexte, geringer Farbkontrast und eine unklare Navigation erschwerten den Zugang für Nutzende mit Seh-, motorischen oder kognitiven Beeinträchtigungen.
Ziel
Verbesserung der Barrierefreiheit, der Navigation und der Kompatibilität der IFM Bonn-Website für Forschende und Studierende durch den Abbau von WCAG 2.1-Barrieren, die Erhöhung der inhaltlichen Klarheit und die Gewährleistung einer robusten Unterstützung für assistive Technologien.
Herausforderungen
🖼️ Fehlende Alternativtexte: Bildern fehlten Beschreibungen, was den Zugriff durch Screenreader verhinderte
🎨 Geringer Farbkontrast: Texte und Links waren für Nutzende mit Sehbehinderungen schwer lesbar
⌨️ Mangelhafte Tastaturnavigation: Schaltflächen fehlten sichtbare Fokus-Zustände, was die reine Tastaturbedienung erschwerte
🏠 Fehlender Home-Link: Ein fehlendes Logo/Link störte den Navigationsfluss
🔍 Eingeschränkte Suche: Keine Suchfunktion auf der Startseite verringerte die Auffindbarkeit von Inhalten
🎥 Automatisch abspielende Medien: Videos fehlten Steuerungselemente zur Wiedergabe, was bei Nutzenden zu Verwirrung führte
Lösung
Der Prozess zur Prüfung der Barrierefreiheit lieferte wertvolle Erkenntnisse, die in gezielte Designempfehlungen einflossen, um die Konformität mit der WCAG 2.1 zu verbessern, die Navigation zu optimieren und eine inklusivere Nutzererfahrung zu unterstützen. Diese Empfehlungen dienten den Entwickelnden als Grundlage, um die Barrierefreiheit für eine breitere Nutzerschaft zu verbessern.
Methodik
Teilnehmende: Sechs HCI-Studierende (Universität Siegen, gemischte akademische Hintergründe)
Testdatum: 29. Januar 2021
Ansatz: Remote-Tests unter Verwendung automatisierter Tools (Color Contrast Accessibility Validator, PowerMapper) zusammen mit einer manuellen WCAG 2.1-Evaluierung
Aufgaben:
Navigieren auf der Startseite
Zugriff auf Forschungsartikel
Evaluierung von Medienelementen
Testen der Tastaturnavigation
Bewertung der Lesbarkeit von Inhalten
Datenerhebung & -analyse
Die Ergebnisse wurden anhand der vier WCAG 2.1-Prinzipien analysiert: Wahrnehmbar, Bedienbar, Verständlich, Robust. Die Dokumentation wurde mit Microsoft Word erstellt; visuelle Zusammenfassungen wurden mit Canva angefertigt; und Figma wurde verwendet, um barrierefreie Mockups zu entwerfen.














Fazit
Die Barrierefreiheitsprüfung der Website des IFM Bonn hat 13 kritische Mängel aufgedeckt, wobei Barrieren mit hoher Priorität wie fehlende Alternativtexte, geringer Farbkontrast und eine unzureichende Tastaturnavigation die Inklusivität für die Nutzer erheblich beeinträchtigen. Durch die Umsetzung der empfohlenen Korrekturen – wie das Hinzufügen von Alternativtexten, die Erhöhung des Kontrasts und die Verbesserung der Navigation – kann die Plattform die WCAG 2.1-Konformität erreichen. Dies kann die visuelle Barrierefreiheit, die Klarheit der Navigation und die Kompatibilität mit assistiven Technologien um potenziell 30 % verbessern. Diese Änderungen gewährleisten eine inklusivere Nutzung für Forschende, Studierende und Fachkräfte, passen die Website an moderne Barrierefreiheitsstandards an und erhöhen ihre Benutzerfreundlichkeit für ein vielfältiges Publikum.






